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Alle für einen: Opernchöre vom Barock bis heute

Gemeinsam singen, das ist ein Urbedürfnis der Menschen. Vom Schlaflied für Babys bis zum Kirchenchor oder zum Gesangsverein findet dieses Sing-Bedürfnis seinen Niederschlag in der Gesellschaft. Das Musiktheater greift
diese kollektive Äußerung auf. Im Schauspiel werden die Konflikte im Dialog ausgetragen, die Masse hat keine Stimme - und dies, obwohl es ja das griechische Theater um 500 v. Chr. war, das den Chor erfunden
hatte, aus dem der Einzelne hervortrat. Das Musiktheater hat diese Polarität Masse-Einzelner aufgegriffen. Seit Entstehung der Oper um 1600 tritt zu den Solisten immer auch ein Chor hinzu. Am Anfang, z.B. bei Händel, war das nur eine Handvoll Jubelvolk für den Herrscher, aber im 19. Jahrhundert bei Verdi und Wagner wird die Masse zu einem Hauptakteur. Er fordert, trifft Entscheidungen. Die revolutionäre Kraft des hebräischen, will heißen italienischen, Volkes in Verdis 2Nabucco" geht nicht von den Solisten, sondern vom Chor aus. Nicht umsonst ist der "Nabucco"-Chor weitaus berühmter als alle nicht weniger großartigen Arien und Duette
dieser Oper.
In diesem Seminar wird die Entwicklung der Opernchöre nachgezeichnet. Wie immer gibt es viele Beispiele und Einblicke in die Theaterpraxis - es wird also auch über Ausbildung und den Theateralltag eines Opernchorsängers gesprochen.
Das Seminar wird, je nach Infektionslage, in Präsenz oder als Videokonferenz stattfinden.

Status: Kurs abgelaufen

Kursnr.: O212.12

Beginn: Fr., 08.10.2021, 18:15 - 21:45 Uhr

Dauer: 2

Kursort: Online

Gebühr: 39,00 € (inkl. MwSt.)


Datum
08.10.2021
Uhrzeit
18:15 - 21:45 Uhr
Ort
Online
Datum
09.10.2021
Uhrzeit
10:00 - 18:00 Uhr
Ort
Online



Abgelaufen