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Sommerakademie: Interkulturalität in unserer Gesellschaft

Ein Fenster zu verschiedenen Kulturen - am 26. bis 28. August...

Foto: Thorsten Schirmer

Nicht erst seit den großen Flüchtlingsbewegungen der letzten Jahre ist Deutschland ein Einwanderungsziel geworden. Seit in den 60er Jahren gezielt Menschen aus dem Ausland zur Entlastung unseres Arbeitsmarktes angeworben wurden, hat sich unser Land verändert. Viele blieben in Deutschland, holten ihre Familien nach und sind hier mittlerweile in zweiter und dritter Generation verwurzelt. Gleichwohl sprechen wir auch über Parallelgesellschaften, die einige Kreise von Zuwanderern ausgebildet haben. Die zunehmende Diversität unserer Gesellschaft stellt uns nicht nur vor die Herausforderung, Menschen aus anderen Sprachräumen und Kulturkreisen zu integrieren. Es stellt sich darüber hinaus auch die Frage, wie wir uns selbst verändern müssen, um eine interkulturelle Gesellschaft zu entwickeln.

Am Samstag, 27. August, führt der Berliner Keramikkünstler und Teelehrer der Ueda Soko-Schule Thomas Riedinger im Rahmen eines Seminars in die japanische Teezeremonie ein. Während einer 250 Jahre dauernden Epoche kriegerischer Auseinandersetzungen innerhalb der japanischen Gesellschaft entstand mit diesem ästhetisch hoch stilisierten Ritual ein idealer Gegenentwurf für das menschliche Miteinander, dessen ethischer Kodex es ermöglichte, Gäste aus allen gesellschaftlichen Kreisen und sogar rivalisierenden Kriegsparteien friedlich um eine Schale Tee zu versammeln.


Renommierte Referentinnen und Referenten beteiligen sich mit folgenden Vorträgen:

  • Dr. Reinhard Knodt: Interkulturalität - ein Entwurf für eine friedliche Gesellschaft
  • Dr. Manfred Osten: Interkulturalität ex Oriente. Im Zeichen eines möglichen chinesischen Jahrhunderts?
  • Dr. Dietrich Roloff, Jana Roloff, Thomas Riedinger: Die Welt in einer Schale Tee - Japanische Teezeremonie
  • Prof. Dr. Harald Seubert: Die offene Gesellschaft. Voraussetzungen und Chancen
  • Prof. Dr. Johannes Balve: Interkulturalität in literarischen Reisebeschreibungen. Walter Benjamins Moskauer Tagebuch
  • Prof. Dr. Wiebrecht Ries: Friedrich Nietzsche, ein interkultureller Philosoph
  • René Böll: Vereint für die Menschlichkeit - Das Wirken Heinrich Bölls & Familie
  • Prof. Dr. Karl-Heinz Pohl: Gustav Mahlers Vertonung von chinesischen Gedichten
  • Thorsten Schirmer: Das Xieyi-Prinzip in der Malerei des Westens am Beispiel des Tuschmalers Dirk Huisken (Vortrag zur Ausstellung)
  • Jan-Michael Ehrhardt und Ludwig Frambach: Der Zen-Buddhismus als interkulturelles Phänomen – Erfahrungen und Begegnungen zweier Mediationslehrer des Westens mit dem Zen“
  • Prof. Dr. Dr. Bertram Schmitz: „Einendes und Trennendes in den Weltreligionen“
  • Dr. Sebastian Knöpker: Ironie auf Chinesisch. Wie Mehrdeutigkeit kulturspezifisch gelebt werden kann.
  • Dagmar Dotting: Das Inter- und Zwischensein als Phänomen menschlicher Beziehung
  • Eva Koethen: Dazwischen ist das neue Jenseits. Kulturelle Zwischenräume auf dem Weg zur Transkulturalität


Beginn: Freitag, 26.8.22, 19:00 Uhr (Sa, 27.8. und So 28.8. jeweils ab 10 Uhr)
entgeltfrei
Ort: Bildungszentrum (Sonntag im Maritim Airport Hotel)
Veranstaltungsnr.: P108.00

Anmeldungen sind per E-Mail an info@vhs-langenhagen.de möglich.


Ausstellungseröffnung
Begleitet wird diese Sommerakademie von einer Ausstellung im Langenhagener Bildungszentrum mit kalligraphischen Abstraktionen des Celler Malers Dirk Huisken (1911-2007), die in Korrespondenz mit chinesischen Kalligraphien aus Luan, Partnerpräfektur der Region Hannover, gezeigt werden. Huisken setzte sich über rund sechs Jahrzehnte hinweg intensiv mit der Malerei und Kalligraphie Ostasiens auseinander. Sein Werk steht exemplarisch für den emanzipierten Umgang mit Einflüssen anderer Kulturen.


Termin: Mo, 22.8.22, 19:00 Uhr
Ort: Bildungszentrum
entgeltfrei
Veranstaltungsnr.: P108.00A

Anmeldungen sind per E-Mail an info@vhs-langenhagen.de möglich.